Start Silesen Gesellschaft Wie glücklich sind Burschenschafter?
Wie glücklich sind Burschenschafter? PDF Drucken E-Mail

Die Februar Ausgabe des BILD der WISSENSCHAFT (BDW 02/2008) hat das menschliche Glück zum Schwerpunktthema gewählt. Unter anderem werden  die wissenschaftlichen Arbeiten von Prof. Ruut Veenhoven und die Daten seiner "World Database of Happiness" kommentiert. Natürlich hat sich Veenhoven nicht explizit mit dem Glück der Burschenschafter beschäftigt sondern in 91 Ländern repräsentative Umfragen durchgeführt. Im Wesentlichen ging es darum sein Glücksbefinden auf einer Skala von 1 bis 10 zu definieren. Die Antworten wurden dann mit zahlreichen Parametern verknüpft wobei doch einigermaßen erstaunliche Schlüsse gezogen wurden.

Dass Geld, entgegen vielen Behauptungen, doch glücklich macht, ist eine Trivialerkenntnis. Jeder Student, dem der eintreffende Wechsel das gesperrte und überzogene Konto wieder zugänglich macht, hätte das bestätigen können.
Überraschender ist sicher die Erkenntnis, dass die forcierte Umschichtung sozialistischer Regierungen kaum zum Glück beiträgt, der burschenschaftliche Wert der FREIHEIT jedoch wesentlich ist. Menschen können zum Beispiel in lateinamerikanischen Ländern gut mit Unterschieden leben während der Glückspegel in den so gleichen ehemaligen Ostblockländern im Keller war und (z.B. in Russland) auch heute noch ist. Ob man daraus, so wie der Dänische Ökonom Christian Björnskov, radikal den Schluss ziehen kann - " Je weiter links eine Person in der politischen Einstellung steht, desto unglücklicher ist sie - und umgekehrt." - ist ein wenig fraglich, da sonst der rechtradikale Skinhead der glücklichste Mensch auf Erden wäre.
Zu den dauerhaften Glücksbringern gehören neben der Freiheit ein gut funktionierendes , nicht von Korruption und Willkür geplagtes Staatswesen, also Menschen denen der Zweck nicht jedes Mittel heiligt und die sich über den materiellen Vorteil hinaus nachhaltigen Werten verbunden fühlen. Früher hat man das mit dem etwas altmodische Wort EHRE beschrieben.
Aus 71 relevanten Fragen wurde das Profil "traditional" dem Profil "anti-traditional" gegenübergestellt. Erstere hatten eine Glücksfaktor von 8,0 (von 10 möglichen), Menschen, denen traditionelle Werte nichts bedeuten, erklärten sich nur mit 6,0 Punkten für glücklich. Ein abgefragter Block war der "patriotism" also das VATERLAND.
Als Venhooven die Glücksbilanz mit dem Alkoholkonsum korrelierte stellte sich heraus, dass zwei Gläser Wein am Tag einen signifikant positiven Einfluss hatten. Der Wissenschaftsjournalist beendet seinen Artikel mit dem Aufruf: "Wir sollten also öfter ein Glas auf unsere Freiheit trinken. Und ein zweites auf unser wachsendes Glück."
Wie gesagt, Venhooven hat nicht direkt die Burschenschafter untersucht aber der letzten Erkenntnis stimmen wir aus vollem Herzen zu!