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Wie sehen mich die anderen? Bin ich wirklich so?

bild_antifaDas sind Fragen, die sich Burschenschafter immer wieder stellen. Das reflexartig herausgebellte „Faschist, Rassist, Sexist, Antisemit" hat sich durch ständige Wiederholung etwas abgenützt und ist ja nicht gerade intellektuell.

Wir freuen uns daher, dass wir auf der Autonomen Antifa Home-Page eine tiefschürfende Analyse der burschenschaftlichen Psyche gefunden haben.

 

In der Ankündigung einer Veranstaltung zum WKR Ball lesen wir folgendes:

 

14.00 Uhr „Perversion und Glück -Bürgerliche Männlichkeit im Bund: Faschos, Homos, Sados"
Die Faszination männlich markierter Körper für andere sogenannte Männer wird unterschiedlich intensiv zur Schau gestellt. Kameradschaft, Homo-Erotik und Dominanz äußern sich je für sich genommen nicht unbedingt in vergleichbaren Räumen, überschneiden sich aber und teilen ihre Voraussetzungen: eine Hierarchie sexueller Begehren, die eng an weitere identitäre Kategorien geknüpft ist. Yell
Heldentum, Attraktion und Macht sind Attribute starker Subjekte, die ohne ihr Gegenteil keinen Sinn machen. Ihre volle Kraft erreichen sie im Bund, der nicht automatisch Männerbund sein muss, sondern genau so gut, Männlichkeit und damit die geschlechtliche Hierarchie zumindest punktuell destabilisieren kann.

 

Antifaschistische Politiken, die das Geworden-Sein von Subjekten als geschlechtliche und nationale Wesen nicht reflektieren, verkennen die Funktionen von Geschlecht und Nation in bürgerlichen Gesellschaften und damit auch ihre Rolle für die Faschismusgenese.
Das Fühlen von Geschlecht und Nation kann aufgebrochen werden. Dies muss schließlich auch Ziel antifaschistischer Praxen sein. Welche Strategien dafür geeignet sein können, ist Gegenstand diesen Vortrags und der anschließenden Diskussion.