Start Silesen Gesellschaft Gedenken an Verfolgung
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bild_fernsehenAnfang Mai, genauer gesagt am 8. Mai, haben sich die WKR Bünde an der Krypta am Heldenplatz versammelt, um anlässlich des Endes des 2. Weltkrieges den gefallenen Soldaten aber auch dem Beginn von Plünderungen, Vergewaltigungen und Repressionen an der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten im Osten bzw. Südosten Europas zu gedenken. Diese wurden im Zuge der Eroberung durch die Sowjetarmee aber auch unter tatkräftiger Hilfe von Zivilpersonen  in den ehemaligen Siedlungsgebieten durchgeführt. 1945 bzw. in den Jahren darauf resultierte dies in der Vertreibung von mehreren Millionen Volksdeutschen nach Österreich und die Bundesrepublik Deutschland. Den sowjetischen unberechenbaren Aktivitäten waren vor allem im Osten Österreichs viele ausgesetzt. Befragt man  vereinzelt die Großeltern bzw. Elterngenerationen, so kann manch Zeitzeuge schaurige Berichte über diese Zeit erzählen, die man lieber vergessen machen würde. Die Vertriebenen konnten sich hier eine neue Heimat schaffen, ohne Ihre Geburtsheimat zu vergessen.

Man könnte meinen, dass diese Ungerechtigkeiten ähnlich wie in Österreich durch verschiedene Gesetze bzw. eine neue "europäische" Völkerverständigung verarbeitet wird. Leider ist dem nicht so. Wie die Sudendeutsche Landsmannschaft berichtet, werden auch nach 65 Jahren Denkmäler für den Vertreibungspräsident Edvard Beneš mit Zustimmung der tschechischen Bevölkerung errichtet. Dieser hat mit den von ihm geschaffenen Beneš-Dekreten, die Grundlage der Vertreibung und Enteignung der Deutschen  auf tschechoslowakischen Gebiet geschaffen.

 

Leider wurde beim Beitritt der Tschechischen Republik bzw. der Slowakei zur EU 2002 auf Grund des  Veränderungsprozesses innerhalb der regierenden Parteienlandschaft Österreichs, von der damaligen Regierung kein ernst zu nehmender Schritt unternommen, um diese Verbrechen  zu thematisieren. Vielmehr Anlass zur Hoffnung gibt eine Reportage des Tschechischen Fernsehens, welche zum ersten Mal Filmmaterial einer Erschießung Deutscher zeigt und damit Anfang einer allgemeinen Aufarbeitung sein könnte. Sie würde damit ein deutliches Signal an Jene sein, die trotz Verfolgung und Greuel an Ihrer alten Heimat festhalten und verzeihen können.

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