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Die Sommerkneipe im Juni war mit Abstand die beste Veranstaltung des vergangenen Semesters. Die Kneipe war sehr gut besucht und der geladene Referent, Herr Dr. Andreas Unterberger, startete seine Ausführungen äußerlich ruhig, dafür mit einem Inhalt, der weder an Brisanz noch an Brillanz zu wünschen übrig ließ. „Political Correctness" war das Thema und man merkte, dass die Beschäftigung mit diesem Phänomen dem Vortragenden auch ein persönliches Anliegen war. Unterbergers Qualität der Beispiele und der Argumente gegen diesen Jahrhundert-Unsinn ließen das Niveau einer germanistischen Vorlesung aufblitzen.
Haben wir nicht alle in Deutsch gelernt, dass ein aus dem Partizip gebildetes Substantiv einerseits schlechter Stil ist, andererseits nur die beschriebene Tätigkeit für die Dauer ihrer Ausübung meint? Also ein Student ist ein immatrikulierter junger Mann an einer Universität, während „Studierender" den Studenten nur während der Tätigkeit des Studierens meint. Es ist somit falsch und unzulänglich, dafür aber ein gender-gerechter Begriff. Das hat zwar keinen Wert an sich, dafür ist es geeignet, die Sprache zu verhunzen. Als eine der extremsten Blüten der grassierenden Bemühungen um „gegenderte" Ausdrucksweise verwies Unterberger auf das Anliegen des Europarates, das Wort Mutter, bzw. Eltern im Plural, als „sexistische Stereotypen" brandmarkend, die Einführung des geschlechtsneuralen Singulars „Elter" anzuregen.
Begründet sind derlei Überlegungen oder geplante Gesetze nicht nur auf dem gesellschaftsverändernden Willen, sondern auch auf der Negierung der Bedeutung von natürlichem und grammatikalischem Geschlecht. Ich habe mir auch einige der zitierten Zahlen notiert und gebe sie weiter:
Ausgerechnet Politikerinnen und Journalistinnen äußern sich am Häufigsten zum Thema Kinder. Offen bleibt die Frage nach ihrer Kompetenz in der Sache. |