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Bundgeschichte PDF Drucken E-Mail

Die Gründung

Ausgehend von nationalen Feierlichkeiten für den deutschen Dichter Schiller im Jahre 1859, schlug der Keim der burschenschaftlichen Bewegung im Wien der Donaumonarchie ein. Silesia war zwar nicht die erste Verbindung am Ort, kann aber stolz von sich behaupten, die erste Burschenschaft in Österreich mit burschenschaftlichen Wesenmerkmalen zu sein:Aktive

  • Bekenntnis zum Deutschtum in Österreich
  • Bekenntnis zur Ausübung der Pflichtmensur
  • Bekenntnis zum Ehrenbrauch

Aufgrund des Planes Polens das Herzogtum Teschen an Galizien anzugliedern, versammelten sich in Wien eine Schar  von schlesischen Bürgern, Kaufmännern und Studenten, um gegen diesen Plan zu protestieren. Die Stundenten gründeten schließlich am 24.11.1860 die Landsmannschaft Silesia (lat. Schlesien) zur Wahrung des deutschen Biedersinns in Wort und Tat. In weiterer Folge wird Silesia 1861 Burschenschaft und nimmt eine kleindeutsche Haltung ein. Die erste Mensur wird 1863 mit dem Akad. C! Saxonia gefochten.

Arministisches Prinzip

Politischer Streit zwischen den Reichstagsabgeordneten Dr. Steinwender (Deutscher Klub, AH Silesia) und Dr. Schönerer (Deutschnationale Partei) ist 1888 der Beginn der Spaltung in Jung und Altsilesia. Zur inneren Festigung wurde der Aktivbetrieb vertagt. Der Steinwendersatz gilt seitdem als Programm der Silesia (arministisches Prinzip).

„Die Burschenschaft soll eine Schule der Ehre, der edlen Sitte und des Mannesmutes, eine Stätte nationaler Erziehung und ein Bund studentischer Lebensfreude sein, nicht mehr und nicht weniger. Aber sie darf sich nicht zum Drill für eine politische Fraktion, heiße sie auch wie immer, hergeben. Dieser Grundsatz verbürgt Dauerhaftigkeit und Stetigkeit und wird bedingt durch den Charakter einer Lebensverbindung".


Imfenster2 20. Jahrhundert erlebt Silesia eine Hochblüte. Die Aktiven stammen überwiegend aus Schlesien, Siebenbürgen, Kärnten und der Steiermark.

Durch die behördliche Überführung der Wiener Akademischen Burschenschaft in die Kameradschaft Hans Kudlich (AHV B!B! Silesia und Arminia-Czernowitz) hört die Silesia auf zu existieren. Nach dem 2. Weltkrieg wird 1950 die Verbindung Heimdall (schwarze Schlappmütze, rot-weiß-rot) gegründet. Diese verschmilzt mit dem wiedergegründeten AH- Verband 1951 zur Verbindung Silesia (rotes Couleur, gold-rot-weiß), welche 1953 wieder den Titel Wiener akademische Burschenschaft Silesia mit den Farben scharz rot gold von unten gelesen annimmt.

Silesia Heute

Silesia ist Mitglied im WKR (Wiener Korporations Ring) und in der Deutschen Burschenschaft dem größten deutschen burschenschaftlichen Dachverband. Weiters besteht mit der Akademischen Burschenschaft Arminia Czernowitz zu Linz und der Grazer Akademischen Burschenschaft Stiria ein Freundschaftsverhältnis und mit der Berliner Burschenschaft Gothia und der Aachner Greifswalder Burschenschaft Markomannia ein Verkehrsverhältnis.